Keine Emotionen?

joker1Da gab es einen Kommentar bei der Blinden Simulantin, der mich echt stutzig gemacht hat. Es ist tatsächlich so, dass wir, um uns zu schützen, Schmerzen gerne mal verbergen und nicht immer sichtbar emotional reagieren – wenn es ums Überleben geht.

Aber Hallo, natürlich haben wir Gefühle, nicht nur körperliche, sondern auch emotionale, die wir in sicherer, vertrauter Umgebung auch zeigen. Die Menschin hat mir erzählt, dass mein Vorgänger Jacko nicht mehr Fressen wollte, als Luna plötzlich weg war, raus und rennen, was ihm eigentlich ja im Blut lag, wollte er auch nicht mehr. Was hat der getrauert!

Erst die Knutschkugel Lea konnte ihn da raus holen, eine befreundete Staff-Hündin, die er eine Woche geliehen bekam, damit er wieder besser klarkommt (die Menschin war ihrem Besitzer dafür unendlich dankbar!), bis Shanni in sein Leben getreten ist und ihn im Pfotenumdrehen um die Kralle gewickelt hat.

Shanni ging das ähnlich, als ihr Lebensgefährte weg war, und meine Menschin konnte beide nur bedingt trösten und ihnen Halt geben, weil sie ja selbst so traurig war und wir eben Hunde sind, die auch das spüren.

… es soll ja schon Hunde gegeben haben, die sich aus dem Fenster gestürzt haben, weil ihr Mensch sie für immer verlassen hat …

Meine Menschin hat auch gelernt, dass es wichtig ist, dass die Hundepartner Abschied nehmen können, so wie Donna von Diva in dem oben verlinkten Beitrag, dann verstehen sie es nämlich und können es verarbeiten. Shanni war zum Beispiel nicht dabei, als Jacko auf die Regenbogenbrücke gegangen ist, damit war ihre heile Welt auf einmal anders, sie konnte nur schwer damit um. Ob sie deshalb drei Monate später gegangen ist?

Ich weiß auch, dass mich ein Kumpel von Jacko einfach nicht mag, weil auf einmal ich statt Jacko an der Seite meiner Menschin war. Der will mich immer zurück tauschen.

Doch, Hunde haben durchaus gefühlige Emotionen. Wir möchten, dass die beachtet, berücksichtigt und geschätzt werden. Nur dann können wir in unserem Innenleben nämlich stabil bleiben. Nein, so was lese ich gar nicht gerne, wenn uns das abgesprochen wird. Wir sind sogar viel empathischer als ihr Menschen, weshalb es euch vielleicht manchmal schwer fällt, uns so intensiv zu verstehen, wie wir euch – das ist doch in der Tat eigentlich umgekehrt mit dem Grad der Emotionalität. Jawoll.

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